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Elternkompetenzen sichtbar machen: Der Parental Skill Scan kommt zu easyfaM

Ein neuer Baustein verbindet Familienalltag, Selbstreflexion und berufliche Entwicklung.

Eltern organisieren täglich komplexe Abläufe. Sie stimmen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander ab, geben Orientierung, beteiligen Kinder an Entscheidungen, lösen Konflikte und reagieren auf Situationen, die sich nur begrenzt planen lassen.

Dabei können Kompetenzen entstehen, die weit über den Familienalltag hinausreichen. Viele davon bleiben jedoch selbstverständlich und damit weitgehend unsichtbar.

Genau hier setzt der Parental Skill Scan – kurz PSS – an.

Ich freue mich deshalb sehr über eine wichtige fachliche Weiterentwicklung bei easyfaM: Ich habe den Kurs zum PSS-Coach bei Joachim E. Lask erfolgreich absolviert. Damit wird der Parental Skill Scan künftig Teil des easyfaM-Angebots.

Was ist der Parental Skill Scan und das SCOPE-Modell?

Der Parental Skill Scan wurde von Joachim Lask im Kontext des WorkFamily Instituts entwickelt. Er ist ein strukturiertes Reflexionsinstrument, das elterliche Handlungsmuster und Kompetenzen aus Familien- und Care-Erfahrungen sichtbar und besprechbar macht.

Im Mittelpunkt stehen fünf miteinander verbundene Kompetenz- und Funktionsbereiche, strukturiert abgebildet im SCOPE-Modell.

Der PSS unterstützt Eltern dabei, das eigene Handeln genauer wahrzunehmen: Wie gebe ich Orientierung? Wie beteilige ich andere? Wie gehe ich mit Belastung, Verantwortung und unterschiedlichen Bedürfnissen um? Welche Verhaltensweisen haben sich bewährt – und welche möchte ich weiterentwickeln?

Aus diesen Beobachtungen entsteht eine strukturierte Standortbestimmung. Erfahrungen, die im Familienalltag häufig intuitiv oder selbstverständlich bleiben, erhalten eine Sprache und können gezielt reflektiert werden.

Für Unternehmen ist genau diese Übersetzung interessant: Der PSS macht informell entwickelte elterliche Skills nicht nur sichtbar, sondern auch professionell besprechbar – zum Beispiel in Personalentwicklung, Wiedereinstieg, Entwicklungsgesprächen, Führungskräfteentwicklung oder im Rahmen familienbewusster Arbeitgeberangebote.

Dabei geht es nicht darum, Elternschaft pauschal als berufliche Kompetenz zu bewerten. Es geht darum, Familien- und Care-Erfahrungen differenziert zu reflektieren und zu prüfen, welche Handlungsmuster für Zusammenarbeit, Kommunikation, Selbstführung oder Führung anschlussfähig sein können.

Der PSS bewertet dabei keine Elternschaft und ist kein Eignungstest. Er schafft einen fundierten Rahmen für Selbstreflexion, Entwicklung und Transfer.

Warum passt der PSS so gut zu easyfaM?

easyfaM unterstützt Familien dabei, ihren Alltag gemeinsam zu gestalten. Die Family Boards schaffen Übersicht, machen Aufgaben sichtbar und laden Kinder wie Erwachsene dazu ein, Verantwortung zu übernehmen.

Dabei sind sie mehr als reine Organisationstools.

Rund um ein Taskboard entstehen konkrete Situationen, in denen Familien Orientierung geben, Aufgaben aushandeln, Entscheidungen treffen, Übergaben gestalten und miteinander kommunizieren. Genau in solchen alltäglichen Situationen werden elterliche Kompetenzen praktisch erfahrbar.

Der Parental Skill Scan ergänzt diese Ebene um einen strukturierten Reflexionsraum:

Die Family Boards unterstützen das gemeinsame Handeln im Alltag. Das SCOPE-Modell hilft dabei, die darin wirksamen Kompetenzen zu erkennen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

So entsteht eine Verbindung zwischen konkreter Alltagspraxis und bewusster Kompetenzentwicklung.

Vom Familienalltag in den beruflichen Kontext

Für HR und Personalentwicklung wird der PSS dort interessant, wo Vereinbarkeit nicht nur organisatorisch gedacht wird, sondern auch als Entwicklungs- und Reflexionsthema.

Viele Fähigkeiten, die Eltern im Familienalltag einsetzen, können auch für Zusammenarbeit und Führung relevant sein: Orientierung unter wechselnden Bedingungen, Kommunikation, Beteiligung, Konfliktklärung, Selbststeuerung oder der Umgang mit unterschiedlichen Interessen.

Der PSS ermöglicht es, diese Zusammenhänge differenziert zu betrachten. Dabei geht es nicht darum, Familienerfahrungen pauschal in berufliche Kompetenzen umzudeuten. Entscheidend ist die gemeinsame Reflexion:

  • Welche Erfahrungen habe ich gemacht?
  • Welche Handlungsmuster habe ich entwickelt?
  • In welchen Situationen sind diese hilfreich?
  • Wo ergeben sich persönliche Entwicklungsfelder?
  • Welche Kompetenzen lassen sich sinnvoll auf andere Kontexte übertragen?

Für Mitarbeitende kann daraus ein klareres Verständnis der eigenen Ressourcen entstehen. Für Unternehmen eröffnet sich eine professionellere Sprache für informelle Lern- und Erfahrungsräume, die in klassischen Qualifikationslogiken oft unsichtbar bleiben – etwa bei Wiedereinstieg, Entwicklungsgesprächen, Führungskräfteentwicklung oder Talententwicklung.

Ein wichtiger nächster Schritt für easyfaM

Mit dem Parental Skill Scan erweitert easyfaM sein Angebot um einen Baustein, der sehr gut zu unserer bisherigen Arbeit passt.

Unsere Family Boards unterstützen Familien dabei, ihren Alltag sichtbar und gemeinsam zu gestalten. Unsere Lern- und Begleitangebote schaffen Raum für Orientierung und Entwicklung. Der PSS ergänzt diese Arbeit durch eine strukturierte Analyse- und Reflexionsperspektive.

Damit wird die Verbindung deutlicher, die easyfaM schon lange beschäftigt:

Was Eltern im Familienalltag erleben und lernen, kann eine wertvolle Ressource für Familie, Beruf und Zusammenarbeit sein.

In den kommenden Wochen entstehen die konkreten Formate, in denen der Parental Skill Scan bei easyfaM genutzt werden kann. Dazu wird es bald weitere Informationen geben.

Wer bereits neugierig ist, den PSS kennenlernen oder über mögliche Einsatzbereiche sprechen möchte, kann sich gerne bei mir melden.

Ich freue mich sehr auf diesen neuen Entwicklungsschritt – und auf die Gespräche und Erkenntnisse, die daraus entstehen werden.


Wenn Sie den PSS kennenlernen oder prüfen möchten, ob er als Baustein für Ihr Unternehmen, Ihre Mitarbeitenden oder Ihre Führungskräfte interessant sein könnte, melden Sie sich gerne bei mir.

Ich freue mich auf Ihre Fragen und den Austausch darüber, wie elterliche Kompetenzen in Organisationen sichtbar, reflektierbar und anschlussfähig werden können.

Kontakt: frommherz@easyfam.com

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